Für meinen Epson Stylus Pro 3880 habe ich wiederbefüllbare Tintenpatronen eingesetzt, um die Druckkosten bei gleicher Qualität um die Hälfte zu senken.

Die originalen Tintenpatronen von Epson beinhalten 80 ml und kosten ca. 45 bis 55 Euro. Da der Drucker auf zwei Schwarz-Patronen (Foto-Schwarz und Matt), zwei Grautöne und die üblichen Farb-Fotopatronen zurückgreift, hat man insgesamt neun Patronen zu tauschen. Natürlich verbraucht man bei mehr integrierten Patronen auch weniger Tinte, aber durch Ein- und Ausschaltmomente geht bei der Tintenreinigung zwangsläufig immer ein wenig Farbe aller Patronen über den Jordan. Es kommt aber noch schlimmer, denn ein Wechsel zwischen Foto-Schwarz und Matt-Schwarz hat jedesmal zur Folge, dass die bereits angesaugte Farbe komplett aus der Druckkammer und dem Druckschlauch entleert werden muss. Hier wären separate Druckdüsen im Druckkopf für beide Schwarz-Farben sehr wünschenswert gewesen.

Nachdem einige originale Patronen in den letzten Jahren eingesetzt wurden, habe ich mich zum Einsatz von wiederbefüllbaren Tintenpatronen entschlossen. Die Patronen sind modifiziert und beinhalten einen Chip, der dem Drucker stets einen vollen Tintentank vorgaukelt. Bei originalen Patronen hingegen schätzt der Drucker den Tintenverbrauch und speichert auf dem Chip die Restmenge (mehr oder weniger schlecht). Die Kosten der modifizierten Patronen betragen für alle neun Farben 200 Euro, und die Tinten sind für ca. 28 Euro bei 100 ml Abfüllung erhältlich. Die pigmentierten Tinten sind chemisch mit denen der Originalen identisch.

Der Drucker zeigte eine leere Light-Light-Black und eine fast-leere Photo-Schwarz Patrone an, die es nun zu tauschen galt. Von den originalen Patronen wurde der Chip vorsichtig entfernt und anschließend unter den Transponderchip der modifizierten Patrone positioniert. Damit ist sichergestellt, dass die Patrone vom Drucker erkannt wird, wobei der Transponderchip bei jedem erneuten Drucker-Einschalten eine volle Tintenkartusche meldet.  Da ich wusste, dass die verbrauchte Tintenmenge berechnet (geschätzt) wird und immer eine Restmenge bei Status „Leer“ vorhanden ist, entnahm ich mit einer Spritze die Resttinte und befüllte damit als erstes die leere modifizierte Patrone.  Erstaunlich war dabei, dass von den 80 ml der als leer gemeldeten Patrone, noch 18 ml übrig gewesen sind. Auf dem Bild kann man 15 ml in der aufgezogenen Spritze erkennen, jedoch konnte ich in einer zweiten Entnahme nochmals mindestens 3 ml aus dem Tintenbeutel entnehmen.

Als Fazit kann man sagen, dass man die Druckkosten halbieren kann, ohne Einschränkungen der Druckqualität. Für die wiederbefüllbaren Tintensysteme gibt es von mir in jedem Fall ein Daumenhoch!

Wiederbefüllbare Tintenpatronen

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